VVV frischt den Marktbrunnen auf

Nach Aufgabe des Kirchhofs wurde auf dem Marktplatz, dort, wo heute die Sonnenschirme der Schoko-Bar stehen, ein Brunnen errichtet. Gespeist wurde er mit Wasser aus einer Quelle, die in der Nähe des heutigen Feuerwehrhauses entsprang.
Entsprechend wurde der Dank an die Natur in den Brunnenstein eingraviert:

„Quellen von köstlichem Wasser
entsenden die nahen Gebirge,
spenden uns Labsal, Gedeihen,
Wohlsein und rüstigen Mut.“

Dieser Spruch ist ein Hinweis auf die Tatsache, dass es sich bei dem Brunnenwasser ursprünglich um sauberes Trinkwasser gehandelte.

Im Jahr 1968 musste der Brunnenstein weichen, um dem zunehmenden Autoverkehr Platz zu machen. Die Schützengesellschaft rettete den Stein vor der Zerstörung und lagerte ihn über 20 Jahre lang auf ihrem Gelände am Schießplatz. 1990 wurde der Brunnenstein an anderer Stelle auf dem Marktplatz wieder aufgebaut. Die Inschrift gibt darüber Auskunft:

„Von 1854 bis 1968 stand dieser Brunnen vor dem alten Rathaus.
Dann bewahrt von den Bopparder Schützen am Schießplatz im Schlaningtal.
Wiedererrichtung 1990 an dem neuen Standort.“

Aber die Zeit, dass sich dort köstliches Quellwasser ergossen hat, war vorüber. Ein Hinweis: KEIN TRINKWASSER warnt den Durstigen, dass hier kein Labsal mehr zu erwarten ist. Vielmehr sprudelt aktuell dort eine eher rostige Brühe, die den schwarzen Brunnenstein schon arg in Mitleidenschaft gezogen hat.

Schließlich waren zuletzt auch die Inschriften nur mehr mit größter Mühe lesbar. Ein privater Sponsor aus den Reihen der Schützengesellschaft regte an, die Buchstaben farblich frisch zu hinterlegen. VVV-Mitglied Michael Günster erklärte sich spontan bereit, für die Umsetzung dieser Idee zu sorgen. In über 20 Arbeitsstunden nutzte er die wenigen regenfreien Stunden der letzten Woche zur Auffrischung der Farbe.

Foto: R. HübnerIMG_0286

 

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