Toranlage des Jüdischen Friedhofs in Boppard

an der Toranlage des jüdischen FriedhofsDas Eingangsportal zum Jüdischen Friedhof in Boppard-Buchenau war zuletzt in einem unwürdigen, desaströsen Zustand. Die Wurzeln der Bäume hatten die quadratischen Steinsäulen aus dem Lot gedrückt, so dass das Tor nicht mehr schließen konnten. Das Gittertor selbst war rostig, die Farbe blätterte ab, einzelne Zierelemente waren verbogen oder fehlten gar und die Verankerungen des Tores in den Steinsäulen waren aufgesprengt. Das Tor drohte zu kollabieren.

Der VVV-Boppard machte auf diesen misslichen Zustand aufmerksam und nahm Kontakt zur Jüdischen Kultusgemeinde in Koblenz als Träger des Friedhofs auf. Auf eine Finanzspritze seitens der Jüdischen Kultusgemeinde konnte der Boppader Friedhof aber nicht hoffen. Alle Finanzmittel dort werden aktuell in die durch das Ahrhochwasser geschädigten Friedhofe im Ahrtal gesteckt. Dankenswerterweise ist hier die Stadt Boppard eingesprungen und so konnten Sanierungsaufträge an zwei Bopparder Unternehmen erfolgen. In guter Kooperation haben die Schlosserei Karl-Heinz Mallmann und Steinmetz Willibald Grahs die Toranlage wieder in einen einwandfreien Zustand versetzt.

Kürzlich war der Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz, Herr Avadislav Avadiev, vor Ort um sich das Ergebnis anzuschauen. Herr Avadiev war begeistert. Auch die neue Konstruktion, bei der das Tor nicht mehr an den Steinsäulen angebracht ist, sondern eigenständig getragen wird, überzeugte ihn. „Eine professionelle Arbeit mit einem wunderschönen Ergebnis“, war sein Fazit. Sein Dank galt dem VVV als Initiator, der Stadt Boppard für die Übernahme der Finanzierung und Ortsvorsteher Niko Neuser, der sich für die Übernahme der Fianzierung durch die Stadt stark gemacht hatte.

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