Ist der Musikpavillon noch zu retten?

Nach den Vorschlägen des BuGa-Umplaners der Rheinallee ist der Abriss unseres liebgewonnenen Musikpavillons in den Georg-Francke-Anlagen vorgesehen. Dort soll stattdessen eine Bühne in Form einer transportablen Holzkonstruktion hin. Auch wenn der alte Musikpavillon statische Probleme bereitet, so ist doch seine Stabilisierung und Renovierung nicht unmöglich! Aktuell ist dieser Pavillon der „point of view“ in den Anlagen. Boppard diskutiert und empört sich über die geplante Vernichtung – aber seltsamerweise gibt niemand seinem Unmut über diesen Akt Ausdruck.
Unser steinerner Pavillon stammt aus dem Jahr 1956. In der regionalen Presse ist am 27. August 1956 unter der Überschrift „Wiederaufbau des Musikpavillons in den Rheinanlagen“ zu lesen: „Nachdem die vorgelegten Pläne für den Wiederaufbau des Musikpavillons in den oberen Rheinanlagen durch die zuständigen Gremien geprüft wurden, begann man in diesen Tagen mit dem Wiederaufbau des unmittelbar nach dem Kriege abgebrannten Musikpavillons. Der Pavillon wird nicht in seinen früheren Zustand zurückversetzt. Auf einer 6-eckigen Grundfläche tragen 6 Pfosten ein rundes und leicht ansteigendes Dach. Aus akustischen Gründen wird der Pavillon nach der Rheinseite ganz geschlossen und erhält im Innenraum eine Wölbung. Es ist damit zu rechnen, daß er in drei Wochen fertiggestellt ist.“
Eine ästhetische Beeinträchtigung erfuhr der zunächst offene Pavillon durch den späteren Einbau der Rollläden.
Über die Art und Weise der neu geplanten Holzkonstruktion ist bislang kaum eine Information in die Öffentlichkeit gelangt. Der VVV-Boppard appelliert an die politischen Entscheidungsträger der Stadt Boppard, gewissenhaft zu prüfen, ob die angedachte Maßnahme, den altehrwürdigen und nach akustischen Aspekten errichteten Pavillon abtragen zu lassen und ihn durch eine simple Holz-Elemente-Konstruktion zu ersetzen überhaupt wünschenswert und sinnvoll erscheint. Eine Aufwertung der Francke-Anlagen wird durch diese Maßnahme jedenfalls nicht erreicht!

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