Bericht über die Aktivitäten des VVV im Jahr 2025
Vorgetragen auf der Jahreshauptversammlung des VVV-Boppard am 25. März 2026 im Hotel Rheinlust
vom 1. Vorsitzenden Heinz Kähne
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Liebe Mitglieder, Unterstützer und Förderer des VVV, liebe Gäste,
lassen Sie uns zunächst mit einem Moment der Ehrerbietung und Erinnerung der zuletzt verstorbenen Mitglieder gedenken, deren Namen Sie auf der Präsentationstafel lesen können. Ich bitte Sie sich dazu zu erheben. — Danke.
Mitgliederentwicklung (Stand 31.12. 2025)
Im Laufe des Jahres 2025 haben wir 14 Mitglieder durch Tod und 10 Mitglieder wegen einer Kündigung verloren. Vier Mitglieder haben wir aus der Mitgliederliste getilgt, weil keine Beitragszahlungen erfolgt sind. Im gleichen Zeitraum sind 16 Neumitglieder eingetreten. Aktuell zum Jahreswechsel hatten wir 560 Mitglieder (davon 344 Männer, 190 Frauen und 36 institutionelle Mitglieder).
Rückblick auf die JHV 2024
Im Jahr 2025 fand die Jahreshauptversammlung zum dritten Mal im Hotel Rheinlust statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden die langjährigen Aktiven Elfi und Gerhard Neiser als „Mitarbeiter des Jahres“ geehrt. Zum Ehrenmitglied wurde unser Geschäftsführer Berthold Neubauer ernannt.
Leider konnte bei den Neuwahlen kein Kandidat für das Amt des Stellvertretenden Vorsitzenden gefunden werden. Daher steht für diese Veranstaltung der TOP „Neuwahl eines 2. Vorsitzenden“ nochmals an.
Ausstellungen / Kultur
Die vom VVV organisierten Ausstellungen im Foyer der Bopparder Klink konnten auch im Jahr 2025 fortgesetzt werden. Die bis zum 31. 3. dort ausgestellten Gemälde von Maria Liesenfeld konnten zugunsten des Fördervereins der Klink erworben werden. Leider kam kein nennenswerter Betrag zustande. Aber Herr Dr. Riepe hat ein Bild erstanden! Vom 1. April an zeiget der Bopparder Maler Erich Best Blumen- und Stimmungsbilder. Auch die Verkaufserlöse von Erich Bests Gemälden hat der Künstler gespendet.
Von September bis Januar 2026 konnte man im Foyer der Klinik Gemälde in Acryl- und Mischtechnik von Werner Rebl aus Waldalgesheim bewundern. Zu sehen waren insbesondere fotografisch-naturalistische Bilder mit Alltagsszenen (Tankstelle, Baustelle, Hafenszene, Eiscafé).
Publikationen
Im Jahr 2025 hielt der VVV für die Mitglieder erneut eine heimathistorische Jahresgabe bereit. Autorin Hildegard Tschenett hatte eine Abhandlung verfasst über ein Boppader Stadtadelsgeschlecht – die Familie Beyer in Boppard. Das Layout hat wieder in gewohnter Qualität Berthold Neubauer gestaltet. Das Buch war stark nachgefragt und so ist es aktuell bereits vergriffen.
Im Jahr 2025 sind 5 Journale erschienen:
Nr.: 162: Die Bopparder Colonia-Bar (Heinz Kähne)
Nr.: 163: Erinnerungen an Wolfram Humperdincks Zeit in Boppard (Heinz Kähne)
Nr.: 164: Die Erstürmung der Feste Eisenstein (Jürgen Johann)
Nr.: 165: Paul Kämpchen – Pädagoge, Heimatkundler, Autor (Heinz Kähne)
Nr.: 166: Bopparder Lithografien als Schmuckstücke heimischer Postkartensammlungen (Jürgen Johann)
Die Reihe wird auch in diesem Jahr fortgesetzt werden.
Anfang Februar ist bereits ein Journal zum Thema „Struwwelpeter Hoffmann in Boppard“ (Nr. 167, Heinz Kähne) erschienen. Ein weiteres Journal über die Sesselbahn von Autor Jürgen Johann ist letzte Woche erschienen. Weiterhin sind in Planung (Themen: Adolf Hohenstein, Johannes Büchner, Belegärzte in unserer Klink, die Freiligrath-Linde in Hirzenach).
Freuen dürfen Sie sich schon jetzt auf die diesjährige Jahresgabe – eine 160-seitige Publikation zum Thema THONET, verfasst von Heinz Kähne und gestaltet von Berthold Neubauer.
Im März 2025 hat der VVV gemeinsam mit „Kick-for-help“ eine Autorenlesung mit Martin Kämpchen ausgerichtet. Kämpchen las aus seinem soeben erschienenen Buch „Der Duft des Göttlichen – Indien im Alltag“ vor vollbesetzten keinen Saal der Stadthalle.
Projekt „Bildtafeln im Hamm“
Alljährlich gibt es stets ein Projekt, welches besonders hervorhebenswert erscheint. Im Jahr 2025 konnte auf der Basis einer Spende des Rotary-Club Boppard/St. Goar in Höhe von 5000.- € ein opulentes, zweitaufwändiges aber ungeheuer erfolgreiches Projekt gestartet werden: Bildtafeln für die Unterstände und die Mandelsteinhütte mit farbigen Aufnahmen von Flora und Fauna im Hamm. Alle Fotografien wurden von Maria Anna Roth vor Ort gemacht. Alfred Strödicke hat die Tafeln in ein ansprechendes und harmonisches Layout gebracht. Ein erstes Intervall von 33 Tafeln konnten von Michael Spitzley, Jörg Spitzley, Maria Anna Roth und Heinz Kähne noch im April (rechtzeitig vor dem Weinfrühling) im Hamm angebracht werden. Dann war zunächst einmal Stillstand – aber das Projekt war damit noch nicht beendet. Weitere 32 Tafeln sind aktuell in Fertigung und erneut ist es unser Anspruch, diese Tafeln bis zum Weinfrühling im Hamm zu präsentieren. Schlussendlich werden auf den dann insgesamt 65 Bildtafeln über 500 Einzelaufnahmen gezeigt. Unser Hamm weist also eine einzigartige Vielfalt an Pflanzen und Tieren auf! Ergänzend wurden noch zwei große Segelfalter auf Alu-Dibond-Platten an der Weinbergsmauer angebracht.
Erfreulicherweise werden die Unterstände im Hamm viel sauberer gehalten als vor der Verschönerungsmaßnahme. Ziel ist es auch, dass jeder Unterstand mit einer Sitzbank bestückt wird. Und weitere flankierende Maßnahmen rund um das Projekt „Bildtafeln“ sind angedacht.
Noch zurückgestellt wurde die Erneuerung der drei „Schrägtafeln“ am oberen Weinbergsweg. Aber auch diese drei Tafeln sollen noch in 2025 neu gestaltet werden.
Arbeiten in Wald und Flur
Aufgrund eines Unfalls war Martin Strömann im „Bänke-Reparatur-Team“ längerfristig nicht einsatzfähig. Konsequenterweise musste spontan ein neues Team für diese Arbeiten gefunden werden. Michael Spitzley, Thomas Häbel, Winfried Knopp, Engelbert Nusskern und Heinz Kähne taten sich zusammen und hatten gleich mehrere Einsätze. So wurde die Bank in der „Laube“ (Panoramaweg auf dem Eisenbolz) komplett erneuert inklusive der Metallelemente. Durch eine mit Dank empfangene Spende von Jürgen Johann und Marlene Rublack konnte die Bank am Anwesen „Kress“ auf dem Eisenbolz total saniert und gleich daneben eine zweite Bank aufgestellt werden.
Die Sitzbank „Theodorsruh“ wurde auf Anraten von Revierförster Nass zurückgebaut, weil Astbruchgefahr die Sicherheit gefährdet.
Weitere Banksanierungen erfolgten u.a. am Wolfskopf und an mehreren Bänken im Hamm. Bei derlei Banksanierungen hatten sich die vorrätigen Banklatten rasch aufgebraucht und so mussten die frisch gelieferten Latten natürlich allesamt mit einem Lasuranstrich versehen werden. Ein zweiter Schutzanstrich ist jüngst erfolgt und so kann das Instandhaltungsteam sein Pflegewerk mit Beginn des Frühlings fortsetzen.
Gemeinsam mit der Unteren Niedersburger Nachbarschaft packte man im Sommer im Mühltal an: Die „Royal-Albert-Hall“ (das ist die Bushaltestelle beim Bergschlösschen) erhielt einen neuen Schutzanstrich. Ebenso wurde der Fassboden am Ortseingang von Boppard (beim Remigiusplatz) mit Farbe aufgefrischt. Im Einsatz waren hier: Monika Müller, Willi Müller, Winfried Knopp, Michael Spitzley, Bernhard Liesenfeld, Peter Nitsch, Volker Rüschhoff und Heinz Kähne. Abgerundet wurde die Maßnahme an beiden Objekten durch den Bauhof, der kürzlich die über und über vermoosten Dächer per Hochdruckreiniger vom Bewuchs freigemacht hat.
Ein weiteres großartige Projekt war im Sommer 2025 die Instandsetzung der „Liesenfelds Hütte“. Hier waren die Trägerpfosten am Eingangsbereich unten stark angefault und das Dach war defekt. Hier haben unter der Leitung von Dachdeckermeister Lothar Henzler und Rudi Liesenfeld (Mitarbeiter im Sägewerk in Halsenbach) die VVV-Aktiven Rainer Schmidt, Christoph Hoffmann, Jörg Spitzley, Martin Fromme und Bernhard Liesenfeld die Dachkonstruktion komplett erneuert. Es sieht nun wesentlich harmonischer aus, denn zuvor hatte die sechseckige Hütte eine neuneckige Dachkonstruktion. Nun wurde passend zum Grundriss das Dach angepasst. Die Kosten hat der VVV übernommen.
Nicht vergessen werden sollen die routinemäßigen Pflegearbeiten. Dazu gehört die Leistung der Bankpaten, die alljährlich rund 200 Bänke inspizieren, freischneiden, schleifen und mit einem frischen Schutzanstrich versehen.
Ebenso ist die Arbeit der Friedhofsgruppe zu nennen. Mit Peter und Heike Reinhardt hat die Gruppe eine tolle Verstärkung erhalten und ab diesem Jahr möchte auch Thomas Späth auf dem Friedhof aktiv werden.
Auch die Streuobstwiesen-Gruppe war aktiv. Auf der Wiese neben dem Jugendzeltplatz waren bei Mäharbeiten und Baumrückschnitten im Einsatz: Martin Redmann, Peter Kreiser, Volker Rüschhoff und Heinz Kaiser.
An Ortseingang aus Richtung Bad Salzig hat erneut Helga Neiser gewirkt und gemeinsam mit Bethesda die Kelter und das Umfeld neu bepflanzt.
Im Hamm hat Peter Nitsch die Anlage beim Bildstock ganzjährig pflegerisch betreut. Daneben haben Maria Anna Roth und Heinz Kähne schon im Januar mehrere neue Insektenhotels und Brutkästen angebracht.
Letztes Jahr war auf dem Friedhof ein Baum umgefallen und hat dabei den Grabstein von Clara Berger massiv beschädigt. Christian Raetz hat die Bruchstücke gesichert und dann den Stein wieder fachmännisch saniert.
Zuletzt noch drei Erfolgsmeldungen:
– Die falsch angebrachten Hochwassermarken am Kronentor dürfen korrigiert werden
– Das Regenfallrohr am nord-östlichen Eckturm des Römerkastells, welches die Sicht auf die „Fischgrätmauerung“ verstellt hatte, ist vom Dachdeckerunternehmen Henzler um ca. 75 cm versetzt worden und nun ist der Blick frei auf diese In Boppard einzigartige und selten gut erhaltene Sequenz römischer Baukunst.
– Der Strauchschnittplatz auf Cäcilienhöhe wurde genauso umgesetzt, wie es der VVV vor rund 6 Jahren vorgeschlagen hatte.
VVV im TV
Nach den schönen Fernsehauftritten im SWF (zum Thema Marktlinde, Karmeliterfenster (3x) und Humperdinck) hat auch 2025 das Fernsehen angefragt. Im Rahmen einer Rätselsendung verbrachten Jürgen Johann und Heinz Kähne einen interessanten Tag mit dem Team des SWF, vornehmlich an der Hubertusbrücke.
Im Rahmen einer geplanten Sendung über „Lost places“ erhielten Berthold Neubauer und Heinz Kähne Gelegenheit, das Marienberggebäude zu durchstreifen.
Es war hochinteressant – leider bleiben von den mehrstündigen Aufnahmen immer nur wenige Minuten Sendezeit. Schade!
Für Aufnahmen über den im April verstorbenen Papst Franziskus war Heinz Kähne neben den VVV-Mitgliedern Michael Verbooy und Norbert Neuser eingeladen. Es war noch der damalige Ehrenvorsitzende Ferdinand Benner, der den Vorschlag eingebracht hatte, den Treppenweg von der Wasemstraße hinauf zur Zeil „Papst Franziskus Weg“ zu nennen.
Freizeit und soziales Miteinander
2025 wurden traditionell zwei Wanderungen angeboten. Die Frühlingswanderung, organisiert von Maria Anna Roth, ging durch den Hamm und endete im Weingut Volk in Spay. Leider war das Interesse an dieser Wanderung nicht groß und so blieb man in einer überschaubaren Gruppe.
Die Sommerwanderung, ausgerichtet von Elfi und Gerd Neiser, entpuppte sich als Abenteuer. Die recht große Gruppe an Ausflüglern war zum Mittagessen in der Baunhöller-Mühle angemeldet. Es sollte mit dem Zug nach Emmelshausen gehen und von dort zu Fuß zur Mühle. Aber: Es kam kein Zug. Als auch der zugesagte Ersatzbus nicht kam, fuhren die Wartenden dann mit privaten PKWs zur Mühle.
Das jährliche gemeinsame Frühstück der Friedhofsgruppe fand 2025 im Weinbistro Löser-Sisterhenn in der Leiergasse statt. Und erstmals haben sich auch die Bankpaten zu einem gemeinsamen Frühstück (bei Fabio im Eissalon) getroffen. Im Rahmen dieses Treffens wurde dem Organisator des „Bankkatasters“ Peter Kießling in besonderer Weise gedankt.
Der traditionelle Helfer-Umtrunk mit Erbsensuppe und Würstchen fand in 2025 (zwischen den beiden Weinfestwochenenden) auf dem Markt in der Weinlaube von Joachim Lorenz statt.
Was ist für 2026 geplant?
– Zeitnah sollen die noch fehlenden Bildtafeln im Hamm angebracht werden. Passend dazu wollen wir versuchen, ein Kinderrätsel passend zu diesen Tafeln zusammenzustellen
– Ende 2025 wurde das mittlerweile schäbig aussehende Jakobskreuz im Hamm (beim Hohen Tisch) demontiert. Es soll durch ein besseres und stabileres Kreuz ersetzt werden
– Das Heiligenhäuschen im Hamm ist jetzt fast 10 Jahre alt und bedarf einer ersten Auffrischung – diese Maßnahme ist soeben vom Thomas Häbel, Michael Spitzley, Winfried Knopp und Engelbert Nusskern erledigt worden.
– Es gibt ein innovatives Vorhaben: Die Ampelanlage Simmerner Straße/Orgelbornstraße soll neue Gläser mit Bildmotiven erhalten
– Die Erstellung der Jahresgabe (Thema: Kreuzberg) und mehreren Journalen
– 2 Wanderungen
– Fortsetzung aller pflegerischen Arbeiten
– Einige Brücken-Reparaturen stehen an (z.B. die Brücke im Mühltal)
– Ein größerer Einsatz an der „Ehrenallee“ auf dem Friedhof (Baumscheiben) ist vorgesehen
– Das Areal rund um das Peternacher Fass sieht erbärmlich aus. Hier wird sich aber wohl 2026 noch nichts tun?
– Der Fassboden an der B9 eingangs Boppard von Bad Salzig aus braucht frische Farbe
– Die Figur der EPONA bei der Unterführung am Eingang des Mühltals ist so verdreckt, dass sie keine Zierde mehr darstellt und so besteht auch hier Handlungsbedarf
– für 2025 war geplant, das Kreuz auf der Filsener Lay (gemeinsam mit dem Höhenrettungstrupp der Feuerwehr) zu streichen – das hat sich noch nicht realisieren lassen; aber vielleicht klappt es in 2026.
Ich bin sicher, dass weitere, jetzt noch nicht absehbare Einsätze erfolgen werden. Ebenso sicher bin ich aber auch, dass 2026 Boppard durch den Einsatz des VVV wieder um ein kleines Stückchen lebenswerter werden wird.
Ich bedanke mich für Ihre gewogene Aufmerksamkeit. Vielen Dank!
